Architekturwettbewerb
Businessquartier
DIE ERGEBNISSE DES ARCHITEKTURWETTBEWERBS IM ÜBERBLICK:
Flexibles Arbeiten in grüner Umgebung und in unmittelbarer Nähe zum Rhein – das ist die Vision für das neue Businessquartier. städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb haben Teams aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten aus ganz Deutschland für das zentrale Areal an der Niederfeldstraße in Wiesdorf ihre Konzepte erarbeitet. Im Fokus: Flexible Büroflächen in einem attraktiven und grünen Umfeld. Mitte September 2025 hat die hochkarätige Jury getagt und die Preisträger ermittelt.
Die Preisträger sind:
1. Platz
Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus GmbH aus Berlin
Andreas Krauth
Mitarbeitende: Urs Kumberger, Theodor Dittrich, Fabian Lehmann, Modellbau: Katrin Helmbold
Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg
Gerko Schröder, Jan-Erik Raupach
Mitarbeitende: Jan-Erik Raupach, Mengyi Han, Sina Schröder
Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
Die Verfassenden lesen den Ort als spannende Schnittstelle mehrerer Stadtlandschaften, die in Flussnähe durch streifenför-
mige Schichtungen gekennzeichnet ist: dem Rhein als zentrale Wasserstraße, die Promenaden und den Neulandpark bis zu der
dörflich anmutenden Straße des Kreuzhofs hin. Ein sogenannter »Green Campus« als Innovationsstandort ist die Leitidee der
Verfassenden.
Überzeugen kann die wie selbstverständlich und städtebaulich schlüssig aufgebaute Haupterschließungsachse am Kreuzhof,
von der ausgehend einzelne Baufelder -auch bei Bedarf abschnittsweise- entwickelt werden. Kritisch wird diskutiert, ob das
Prinzip städtebaulicher Ordnung ausreichend klar artikuliert wird.
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2. Platz
Konermann Siegmund Architekten BDA Stadtplaner aus Hamburg
Georg Konermann-Dall (Architektur), Ingo Siegmund (Stadtplanung)
Mitarbeitende: Jelle Jacobsen, Matthias Bade
Trüper Gondesen und Partner mbB/ TGP Landschaftsarchitekten BDLA aus Lübeck
Tonio Trüper
Mitarbeitende: Sevin Akin, Barbara Korsten
Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
Die grundsätzliche städtebauliche Haltung und die Idee, einen »Park am Bunker« als grüne Mitte und identitätsstiftende Adressefür das BusinessQuartier zu entwickeln, wird von der Jury positiv gewürdigt. Der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Freiraumkorridor formuliert an der Hauptstraße eine überzeugende Auftaktsituation im Umfeld der Bürgerhalle und spannt sich bis zum Bunker im Norden auf, der durch eine zentrale räumliche Ausweitung geschickt eingebunden ist und eine angemessene Präsenz entfalten kann.
Ein zentrales Element des Entwurfs ist das städtebauliche Rückgrat entlang der höher gelegenen Geländekante am Kreuzhof. Hier werden fünf gleichartige, quadratische Baukörper nördlich der Bürgerhalle platziert. Diese Struktur erscheint hinsichtlich Erschließung – mit einem zentralen Kern – funktional, flexibel und gut umsetzbar. Die Adressbildung der Gebäude orientiert sich zur »Grünen Mitte«. Aufgrund der Topografie und der Höherlage des Kreuzhofs entsteht jedoch eine gewisse Unschärfe bei der konkreten Erschließungssituation.
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3. Platz
URBANOPHIL.KOELN Stadtplaner BDA aus Köln
Philipp Skoda
kb2 atelier Bonon Kaufel GbR aus Köln
Marcello Bramigk Bonon, John Paul Kaufel
weihrauch + fischer GmbH aus Solingen
Susanne Weihrauch, Gunter Ulrichs Fischer
Mitarbeitende: Stoil Valeov, Aditya Harsh
Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
Das Preisgericht beurteilt das Konzept der Verteilung der Baumasse und Freifläche grundsätzlich positiv. Im Norden entsteht ein kompaktes ggf. zu dichtes BusinessQuartier, im Süden eine großzügige, zusammenhängende baumbestandene Freifläche. Im nördlichen Wettbewerbsgebiet bleibt ein angemessen großer Platz mit guter Aufenthaltsqualität unbebaut. Der Sportbunker, eine Cafeteria mit südlich ausgerichteter Aussengastronomie und ein kleines Bürgerzentrum werden den Platz sinnvoll beleben können. Der Antonius-Platz markiert weiterhin das Ende sowie. den Anfang des Bumerangwegs und stellt die denkmalgeschützte St. Antonius Kirche räumlich in den Fokus.
Das BusinessQuartier ist im Bedarfsfall über den Kreuzhof anfahrbar. Einige Stellplätze befinden sich in angemessener Anzahl als Querparker an dieser ruhigeren Straße. Die Fuß- und Radwegeerschließung von Süden ist über den Weg neben der Bürgerhalle gesichert. Positiv werden die zahlreichen Fahrradabstellmöglichkeiten im Sockel beurteilt. Die Quartiersgarage wird unmittelbar von der Hauptstraße erschlossen, eine sinnvolle Fußwegebeziehung zum Quartier wird nicht dargestellt. Die Garage, ohne prägnante Wegebeziehung zum BusinessQuartier wird der Rolle der Adressbildung an der Hauptstraße nicht gerecht.
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Anerkennung
prosa | Architektur + Stadtplanung BDA Quasten Rauh PartGmbB aus Darmstadt
Katharina Rauh
Mitarbeitende: Carolin Morell, Carolin Simon, Luca Gräff, Lisa Meier, Julian Dal
GDLA | gornik denkel landschaftsarchitektur aus Heidelberg
Daniel Lindemann
Mitarbeitende: Katja Beerhalter
Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll
Die Stärke des Projekts liegt in der städtebaulich strukturellen Konzeption. Abgeleitet aus dem integrierten Bumerangweg und einer neuen ebenfalls gebogenen westlich gelegenen boulevardartigen Wegeverbindung ergibt sich eine klare, städtebauliche Struktur des BusinessQuartiers mit querliegenden Baufeldern im Anschluss an den Kreuzhof. Die Baufelder werden von unterschiedlich geformten Freiräumen und Verbindungen gegliedert. Dabei müsste nach Einschätzung der Jury die Einbindung des Bumerangwegs, als landschaftliches Element, in die Bebauungstruktur räumliche deutlicher erfolgen. Unklar bleibt jedoch warum der große Freiraum westlich der Niederfeldstraße weder städtebaulich noch Freiraumplanerisch bearbeitet wurde.
Die Adressbildung der Gesamtanlage erfolgt von Süden als Adressierung von der Hauptstraße aus. Die Erschließung erfolgt darauf aufbauend in der Dualität von Kreuzhof und dem westlichen Erschließungsbogen als Boulevard, Kritisch diskutiert wird hierbei, dass sich die Adressen entweder zur einen oder zur anderen Seite ausrichten und keine konsequente durchgängige Adressstruktur gegeben ist. Die Möglichkeit, die Zwischenräume als Adresse zu nutzen, wurde im Rahmen der Diskussion thematisiert und grundsätzlich als Option bewerte. Die gute städtebauliche Grundstruktur generiert unterschiedliche stufenweise, realisierbare Baufelder mit einer nachvollziehbaren Gebäudetypologie.
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